Warum ich mit 50 alles neu gedacht habe
Ich habe jahrelang als Unternehmer gearbeitet. Personaldienstleistung, Geschäftsführung, eigene Firma. Elf, zwölf Stunden am Tag. Gutes Einkommen, feste Strukturen – das klassische Modell, das funktioniert. Bis es das für mich nicht mehr getan hat.
Im August 2023 habe ich damit abgeschlossen. Nicht, weil es nicht lief. Sondern weil ich im September fünfzig wurde und mir eine Frage nicht mehr aus dem Kopf ging: Will ich die nächsten Jahre genauso verbringen wie die letzten? Die Antwort war nein.
Der Moment, in dem alles anders wurde
Was danach kam, war kein fertiger Plan. Kein Kurs, kein Coach, kein Masterplan. Ich habe angefangen zu lesen, zu hören, zu verstehen. Wie funktioniert das Geldsystem wirklich? Was steckt hinter geopolitischen Entscheidungen – und warum bewegen die Märkte? Podcasts, Bücher, Wirtschaftsökonomen, auf Deutsch und Englisch. Ich habe mir meinen eigenen Blick zusammengebaut.
Parallel hatten Franziska und ich bereits in Immobilien investiert – mehrere Objekte in Kroatien. Eine gute Erfahrung, aber zeitintensiv und von zu vielen externen Faktoren abhängig. 2023 und 2024 haben wir einige davon aufgelöst und das Kapital anders eingesetzt.
Bitcoin, Rohstoffe, Gold – und ein klarer Kopf
Eine der ersten größeren Entscheidungen war Bitcoin. Ich bin im Herbst 2023 mit Bitcoin eingestiegen – der Kurs lag damals bei rund 24.000 Euro – und Ende 2024 bei über 100.000 Euro wieder ausgestiegen.
Ich erzähle das aber bewusst nicht als Erfolgsrezept. Ehrlich gehört dazu: Ein steigender Gesamtmarkt hat kräftig mitgeholfen, und Timing hat immer auch mit Glück zu tun. Was ich für mich beanspruche, ist nicht die Zahl, sondern die Entscheidung dahinter – überhaupt einzusteigen, weil ich das Geldsystem verstanden hatte, und diszipliniert wieder auszusteigen, statt gierig zu werden. Ein einzelner Treffer beweist kein System, und nicht jede meiner Entscheidungen geht auf.
Heute investiere ich breiter – Krypto, Rohstoffe, Öl, Silber, Gold. Seit 2023 ohne festes Gehalt. Das klingt für viele beängstigend; für mich hat sich genau darin Freiheit angefühlt. Das Schwerste daran war übrigens nicht der Markt und waren nicht die Zahlen – sondern der Kopf: loszulassen, dass Sicherheit immer von außen kommen muss.
Wie ich mir dieses Wissen konkret aufgebaut habe – welche Quellen, welche Strategie – liest du im nächsten Beitrag: Investmentwissen — Olivers Quellen.

Du hast Fragen. Ich habe Antworten.
Auswanderung, Freilernen, finanzielle Unabhängigkeit — aus eigener Erfahrung.
Was ich mitgeben würde
Investor wird man nicht über Nacht. Aber man fängt an – mit dem ersten Buch, dem ersten Podcast, der ersten ehrlichen Frage. Der größte Schritt war für mich nicht der erste Trade. Es war die Entscheidung, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und wirklich zu verstehen, was ich tue.
Diesen ersten Schritt – anzufangen, sich zu bilden – kann jeder gehen. Wohin er führt, entscheidet jeder selbst: mit eigener Arbeit, Geduld und dem Bewusstsein, dass Investieren immer mit Risiko verbunden ist.
Wie wir dieses Verständnis heute mit anderen teilen, findest du bei The HEJ Collective – Finanzbildung, Austausch und Netzwerk. Kein Verkauf von Tipps, sondern Wissensvermittlung und Gemeinschaft.

