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Schule in Kroatien: Rückblick zum 1. Schuljahr meiner Zwillinge

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Nachdem die Sommerferien Anfang September nach 12 Wochen zu Ende gingen, sind Til und Fee in die 2. und Lena in die 6. Klasse gekommen. Meine Zwillinge haben ihr erstes Schuljahr unterschiedlich erlebt, so dass ich diesen Beitrag für einen kleinen Rückblick auf ihr erstes Schuljahr nutzen möchte.

Zwillinge - und doch ganz unterschiedlich

heyhappynewlife Split

Bevor ich über meine allgemeinen Erfahrungen mit der Schule in Kroatien berichte und darüber, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, Til und Fee in die Ganztagsbetreuung zu schicken, möchte ich etwas über den Charakter meiner beiden Jüngsten erzählen. Til und Fee sind nämlich zum Teil sehr unterschiedlich und das hat auch Auswirkungen auf ihren Schulalltag und ihre Einstellung zu Noten.

 

Fee ist ein sehr kommunikatives Kind, das offen auf neue Kinder und Menschen zugeht. Es fällt ihr relativ leicht, neue Freundschaften zu schließen und sich in eine Gruppe zu integrieren. Til hingegen spielt gerne mal für sich und lebt manchmal in seiner eigenen Welt. Trotzdem hat auch Til inzwischen gute Freunde gefunden und beide gehen gerne zur Schule.

 

 

Fee
Til

Out of the box: Schule vs. eigenständiges Denken

Fee und Til sind sehr schlaue Kinder, aber trotzdem hat Til von beiden Kindern mehr Schwierigkeiten in der Schule. Bevor ich euch erkläre, warum das so ist, möchte ich euch unsere Vorstellung von Schule und Lernen erklären, denn dann werdet ihr auch verstehen, warum Til die Schule im Allgemeinen manchmal schwerer fällt als anderen Kindern.

Mein Mann Oli und ich sind uns einig, dass es nicht nur die Schulbildung ist, die unsere Kinder prägt. Es sind vor allem auch die Erlebnisse in der Natur, im Haushalt, im Familienleben oder die Erfahrungen mit Gleichaltrigen. Wir schauen bei unseren Kindern nicht so sehr auf die Noten, denn was nützt ein Zeugnis mit Bestnoten, wenn sie am Ende nicht auf das richtige Leben vorbereitet sind? Uns ist es wichtig, dass sie Naturerfahrungen machen, die Waschmaschine bedienen können oder wissen, wie sie sich im Notfall selbst helfen können. Für meinen Mann und mich ist es in den letzten Jahren wichtiger geworden, dass unsere Kinder selbstständig denken können, als dass sie die besten Noten in der Schule haben. 

 

Mit dem SUP in der Bucht

Und genau da bekommt Til manchmal Schwierigkeiten in der Schule, denn er denkt oft "out of the box" und das ist nicht immer das, was das Schulsystem möchte. Er hinterfragt viele Dinge, möchte alles genau verstehen und unterscheidet sich dadurch oft von vielen anderen Kindern. Sein Lösungsweg ist nicht immer der vorgegebene und die Noten stehen für ihn nicht im Fokus, sondern das Verstehen der Dinge - auch, wenn es dadurch manchmal einfach länger dauert. Aber genau das finden wir toll, dass Til seinen eigenen Weg geht und selbstständig denkt.

Natürlich ist es aber auch so, dass die Lehrerin uns ab und zu sagt, dass noch mehr gelernt werden muss, weil Til eben nicht von sich aus auf diese Leistung fokussiert ist. Lesen, Schreiben und Rechnen sind selbstverständlich auch für uns sehr wichtig, weshalb wir das auch oft zusammen lernen. Lesen üben wir auf Deutsch und Kroatisch, denn teilweise verstehen die beiden noch nicht alle kroatischen Wörter. Damit sie den Spaß und die Freude am Lesen nicht verlieren, lesen wir daher gemeinsam deutschprachige Geschichten.

 

Dorfschule, Ganztagsschule und Leistungsdruck

Eines vorweg: Alle drei Kinder haben sehr gute Zeugnisse und wir freuen uns sehr, dass ihnen der Start in der kroatischen Schule so gut gelungen ist.

Vor allem, weil Til in seinem eigenen Tempo lernt und viele Dinge anders angeht, sind wir sehr froh, dass wir uns damals für die Dorfschule entschieden haben. Wie kurzfristig damals die Entscheidung doch noch auf die Dorfschule fiel und wieso ich mich gegen die internationale Schule in Split entschieden habe, könnt ihr im Beitrag zur Schulsuche noch einmal nachlesen. 

Vor kurzem hatte ich einen Elternsprechtag in der Schule, bei dem man ein Einzelgespräch mit der Lehrerin hat. Der Termin war kurz vor der Zeugnisausgabe und ich kannte schon viele Noten, weil mir die Kinder vorher davon erzählt hatten. Da beide Kinder durchweg gute Noten hatten, vermutete ich eine Art "Migrantenbonus" und fragte die Lehrerin, ob sie vielleicht etwas anders bewertet würden als die anderen Kinder. Denn obwohl Til im Schuljahr auch einmal eine 2 oder 1 im Test hatte (zur Erinnerung: eine 1 ist in Kroatien die schlechteste Note und eine 5 die beste Note), waren auch seine Zeugnisnoten sehr gut. Die Lehrerin hat mir erklärt, dass das keineswegs ein Bonus ist, sondern dass sie merkt, wie gut meine Kinder selbstständig lernen können und sich Dinge selbst erarbeiten und nicht nur stupide auswendig lernen. Und das versteht sie unter erfolgreichem Lernen. Mit ihrer Eigenständigkeit sind meine Kinder in der Klasse wohl ganz weit vorne. 

 

hehappynewlife

Durch dieses Gespräch mit der Lehrerin ist mir noch einmal bewusst geworden, dass die Entscheidung für die Dorfschule genau die richtige war. Hier gibt es keinen extremen Leistungsdruck, der nur auf gute Noten ausgerichtet ist. Hier werden die Kinder wahrgenommen und in ihrer Selbstständigkeit gefördert.

Es gibt noch viele gute Gründe, warum die Dorfschule für uns ideal ist. Die Freunde der Kinder wohnen direkt um uns herum, sodass Lena sie im Sommer auch abends noch spontan draußen treffen kann. Außerdem ist der Schulweg kurz und die Kinder können gemeinsam zur Schule laufen. All das ist vor allem auch durch unseren Umzug in unser neues Haus noch einfacher geworden. 

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich vor der Einschulung lange überlegt habe, ob ich meine Kinder zur Ganztagsschule anmelden soll oder nicht. Die Entscheidung ist mir damals nicht leicht gefallen und ich finde es auch heute noch manchmal schade, dass wir nicht gemeinsam zu Mittag essen können. Aber es gibt einen wichtigen Grund, warum es vor allem für Fee und Til besser ist, dass sie in der Ganztagsschule sind. Denn dort machen sie gemeinsam mit Erziehern ihre Hausaufgaben und die können meinen Kindern einfach viel besser helfen als ich es aktuell könnte. Auch, wenn mein Kroatisch von Jahr zu Jahr besser wird, so ist die Hausaufgabenbetreuung noch schwierig. Ohne die Ganztagsschule müsste Lena ihren Geschwistern jeden Tag bei den Hausaufgaben helfen und das wollte ich Lena keinesfalls zumuten. 

 

 

Unser Fazit nach dem ersten Schuljahr in Kroatien: den Kindern geht es gut, sie fühlen sich wohl und gehen gerne zur Schule. Auch wenn es manchmal holprig ist, so gibt es keine großen Schwierigkeiten in der Schule. Um euch einen noch besseren Eindruck vom ersten Schuljahr zu geben, werde ich demnächst ein kleines Interview mit Til und Fee führen. In der Zwischenzeit könnt ihr das Interview mit Lena zur Schule in Kroatien lesen.

Ihr habt Fragen an meine Kinder? Dann schreibt mir in den Kommentaren! Wir freuen uns auch über Empfehlungen für tolle deutschsprachige Lesebücher, damit wir fleißig üben können. 🙂 

 

 

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Ich freue mich. 

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