Einkaufen ist Alltag.
Und genau daran merkt man sehr schnell, ob und wie ein System funktioniert.
Seit wir in Südafrika leben, ist Einkaufen weniger kompliziert für mich. Man kommt einfacher an gute Lebensmittel, ohne ständig vergleichen, recherchieren oder misstrauisch sein zu müssen.
Gemüse kaufen ohne Misstrauen
Gemüse kaufe ich sehr gezielt. Jeden Samstag gehe ich auf unseren lokalen Markt. Ungespritzt, ohne Pestizide, saisonal. Es kommt von Menschen, die man ansprechen kann, die man persönlich kennt. Nicht genormt, aber frisch und geschmacklich sehr überzeugend. Das Angebot ist saisonabhängig - das, was natürlich und saisonal wächst, bestimmt das Angebot.
In Kapstadt gibt es zusätzlich den Oranjezicht City Farm Market, am Wochenende und je nach Saison auch mittwochs. Dort geht es nicht nur um Atmosphäre, sondern um Versorgung. Gutes Gemüse, frische Pilze, Produkte aus der Umgebung. Außerdem kann man dort auch sehr lecker an den unterschiedlichen Food Ständen essen.
Wenn das Beste direkt im Garten wächst
Einen kleinen Teil baue ich selbst an. Vor allem Kräuter kommen fast komplett aus unserem Garten.
Das ist mein persönliches Herzensprojekt und ich liebe es, Zeit in meinem Garten zu verbringen. Dazu kommt noch: Es ist praktisch.
Und sobald unser Dachgarten fertig ist, wird das Ganze noch erweitert – darauf freue ich mich sehr.
Fisch bis an die Haustür – ganz normaler Alltag
In vielen Orten läuft die Versorgung hier über WhatsApp-Gruppen.
Eier, Fleisch und auch Fisch werden darüber organisiert.
Frischen Fisch bekomme ich hier vom Seafood Guy sogar bis an die Haustür geliefert. Das ist hier nichts Besonderes, sondern ein gelebter Alltag. Für mich ein absolutes Highlight!
Farmstalls statt Hochglanzregale
Farmstalls gehören für uns ebenfalls fest dazu. Dort kaufen wir gutes Fleisch und Produkte von lokalen Anbietern. Sauerteigbrot, Sauerkraut, Kimchi – handwerklich, aber ohne großes Marketing.
Auf unserem lokalen Markt gibt es außerdem einen Anbieter für Tinkturen und fermentierte Produkte. Fermentierte Karotten und Kräuter - nicht nur lecker, sondern auch sehr sehr gesund. Mein absoluter Lieblingsstrand.
Regional ist hier kein Trend, sondern Standard
Die meisten Produkte in südafrikanischen Supermärkten stammen aus der Umgebung. Lange Import-Ketten sind eher die Ausnahme.
Das merkt man an der Frische, am Geschmack und daran, dass Lebensmittel nicht für maximale Haltbarkeit optimiert sind, sondern für den Alltag.
Auch Nahrungsergänzungsmittel sind kein Drama
Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel sind hier leicht verfügbar. Produkte wie Lithium, Ashwagandha oder Berberin bekommt man in guter Qualität und klar deklariert.
Kein Hype, kein Geheimwissen. Einfach verfügbar, wenn man sie bewusst nutzen möchte.
Warum Einkaufen in Europa für uns nicht mehr funktioniert
In Deutschland wird vieles als Bio verkauft und trotzdem gespritzt – nur innerhalb anderer Grenzwerte. Gesund einkaufen bedeutet dort oft Aufwand, Recherche und Kompromisse.
Auch in Kroatien ist wirklich unbehandeltes Gemüse mittlerweile sehr schwer zugänglich und wenn komplett überteuert.
Hier ist das anders. Weniger reguliert, aber oft transparenter. Lokal, regional, direkt. Und das merkt man.
Supermärkte, wenn es schnell gehen muss
Wenn ich keine Lust auf volle Läden habe oder etwas fehlt, nutze ich Checkers Sixty60. Die Lieferung ist zuverlässig, schnell und erfolgt direkt an die Tür.
Die Bestellung läuft über eine App, einfach und unkompliziert.
Fazit: Weniger Auswahl, bessere Entscheidungen
Einkaufen in Südafrika ist weniger ideologisch und weniger kompliziert.
Es gibt etwas weniger Auswahl, aber besseren Zugang. Weniger Label, kürzere Wege, mehr regional.
Nicht alles ist perfekt. Aber vieles ist einfacher.
Und ja – vieles ist besser.
Was ist dir beim Einkaufen wichtiger: Auswahl oder Vertrauen? Freue mich auf eure Kommentare und den Austausch mit euch!


